Verbraucherberatung im Kreis Höxter:

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ein langer Weg bis zur Umsetzung

Schon seit vielen Jahren fordert die SPD-Kreistagsfraktion die Einrichtung einer Verbraucherberatungsstelle im Kreis Höxter. Bislang wurde dies von der Mehrheitsfraktion im Kreistag abgelehnt. So ist der Kreis Höxter nach wie vor einer der fünf weißen Flecken in der NRWKreiskarte der Verbraucherberatungsstellen, zum Nachteil für unsere Bürgerinnen und Bürger; denn der Beratungsbedarf ist natürlich auch im Kreis Höxter enorm hoch. Das bezweifelte ernsthaft kein Kommunalpolitiker. Denn auch die benachbarten Verbraucherberatungen in Lippe und Paderborn können keine Beratungen von Nachfragenden außerhalb ihres Kreisgebietes vornehmen. Der SPD-Fraktion war klar, dass nur mit einem Bündnis möglichst aller Kreistagsfraktionen die bürgernahe Installation einer Verbraucherberatung im Kreis Höxter umsetzbar war. Wir machten uns deshalb sachkundig, bauten Kontakte auf und informierten uns über mögliche finanzielle Förderungen und Konzepte. Kreistagsabgeordnete führten intensive Gespräche mit der Verbraucherzentrale NRW, um den Bürgerinnen und Bürgern des Kreises Höxter über diese Einrichtung, die mit dem direkten Draht in die größten Unternehmen - insbesondere der Energie- ,Telekommunikationssowie Internetbranche - hoch effizient ist, ein Agieren auf Augenhöhe mit der Anbieterseite zu ermöglichen. Auch sollten die Bürgerinnen und Bürger den bewährten vorsorgenden Ansatz der Verbraucherarbeit nutzen können. Die Verbraucherzentrale entwickelte daraufhin einen neuen Modellansatz, mit dem die zurzeit noch bestehende Angebotslücke geschlossen und der strukturelle Nachteil ländlicher Regionen auch im Kreis Höxter gelindert werden kann. Dieser Ansatz umfasst die gezielte Kooperation mit dem Kreis Höxter, wobei durch die Kombination der kreisweiten Infrastruktur mit den Angeboten zeitgemäßer Verbraucherarbeit wertvolle Synergieeffekte erzielt werden können. Der Kreis profitiert in mehrfacher Hinsicht, im Wesentlichen durch: • die Nähe zum Bürger durch verstärkte "Bringstrukturen" in die Kommunen und Dörfer, • die Teilhabe bei der Entwicklung innovativer (digitaler) Angebotsformate, • die Ausrichtung auf kreisspezifische Wünsche und Erfordernisse, • die Weiterentwicklung des kommunalen Netzwerks durch gezielte Kooperationen, • die Förderung von Multiplikatorenarbeit und bürgerschaftlichen Engagements, • die effiziente Umsetzung unter Verzicht auf die klassische "Kommstruktur" mit reinen Vorhaltezeiten an einem einzigen Standort und hierdurch größtmöglicher Output, • eine 50 %-ige dauerhafte Landesförderung,  die niedrigeren Fixkosten durch Verzicht auf anzumietende große Räumlichkeiten.
Ein mobiles Team wird im gesamten Kreisgebiet aktiv und greift auf die im Kreis vorhandenen Strukturen ebenso zurück wie auf die zentralen (digital aufgestellten) Strukturen des Servicecenters der VerbraucherRund um den Holsterturm
SPD-Stadtverband Nieheim Abt-Warin-Weg 21 33039 Nieheim
Mitarbeiter: Klara Heinemann, Wolfgang Kuckuk, Ulrich Kros, Johannes Reineke Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung des Stadtverbandes wieder.
Redaktionsschluss 25.04.2020 Auflage: 2500 - Druck: Kübler Media Beverungen
zentrale NRW. Geplant sind: eine breitenwirksame Informations-, Öffentlichkeits- sowie Netzwerk- und Kooperationsarbeit durch Workshops und Vorträge, Aktionen und Kampagnen, Presseund Medienarbeit sowie Multiplikatoren-Schulungen. Das gesamte Themenspektrum der Verbraucherberatung als auch zielgruppenspezifische Arbeit (z. B. für Senioren, Jugendliche, Zugewanderte) wird in unterschiedlicher Form (je nach Thema) für den Kreis präsent gemacht. Dies wird für Individualanfragen um persönliche Lösungsweg- und Erstberatung ergänzt. Eine individuelle persönliche Beratung über ein zentrales Servicecenter (telefonisch, online, Chat etc.) ist in der Entwicklung. Das Pilotmodell soll auf fünf Jahre angelegt werden. Unser Kreistagsabgeordneter Johannes Reineke, der an den Gesprächen mit der Verbraucherzentrale NRW beteiligt war und sich schon längere Zeit mit dem Projekt „Mobile Verbraucherberatung“ beschäftigt: „Wir, die SPD-Kreistagsfraktion, sind optimistisch, dass die Umsetzung dieses Modells im Kreis Höxter realisiert werden kann, aber nur, wenn ein Bündnis aller Kreistagsfraktionen zustande kommt und die Verbraucherberatung nicht zwischen die Fronten des Kommunalwahlkampfes gerät. Das Modellprojekt wurde bereits den Bürgermeistern im Kreis Höxter vorgestellt und von ihnen als realisierbar beurteilt. Jetzt haben die Kreistagsgremien das letzte Wort.“

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